Chiapas ist die südlichste Kaffeeregion Mexikos – angrenzend an Guatemala und den Pazifik. Geprägt von der imposanten Sierra Madre de Chiapas, erhebt sich das Land von den Küstenebenen bis in hochgelegene Nebelwälder und schafft so eine beeindruckende Vielfalt an Mikroklimata und Ökosystemen. Geschützte Naturgebiete wie das Biosphärenreservat El Triunfo, Heimat eines der letzten erhaltenen Nebelwälder Mittelamerikas, zeugen von der außergewöhnlichen Biodiversität der Region.
Der Kaffeeanbau konzentriert sich in den Hochlagen zwischen 1.200 und 1.800 Metern, wo fruchtbare Vulkanböden, reichlich Regen und milde Temperaturen ideale Bedingungen für hochwertige Arabica-Varietäten bieten. Der Kaffee wächst meist im Schatten einheimischer Bäume, was die langsame Reifung der Kirschen begünstigt – und so für ein vielschichtiges, ausgewogenes Tassenprofil sorgt.
Was Chiapas ebenso auszeichnet, ist sein kulturelles Erbe: Indigene Gemeinschaften, insbesondere Tzeltal- und Tzotzil-Maya, prägen den Kaffeeanbau maßgeblich. Sie bewirtschaften oft kleine, über Generationen weitergegebene Parzellen – in engem Einklang mit der Natur und getragen von traditionellen Praktiken und gemeinschaftlich organisierten Kooperativen. Diese Verbindung aus Natur, Geschichte und Handwerk macht Chiapas zu einer der authentischsten und bedeutendsten Kaffeeregionen Mexikos.